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Archiv für Februar 2008

Selbst als Abzocker den leichten Weg gehen?

Februar 28, 2008 Redaktion 1 Kommentar

Abzocken als Geschäftsphilosophie? Gibt es wirklich eine Abkürzung zum Erfolg?

Selbstverständlich gibt es auch Wege, Arbeit zu umgehen, indem man selbst Dumme sucht, die einem das Leben finanzieren, die man abzocken, denen man ihr Geld aus der Tasche ziehen kann. Menschen, die auf diese Art versuchen wollen, ohne Arbeit schnell viel Geld zu verdienen, findet man auch gar nicht so schwer, aber bringt das wirklich etwas auf Dauer?

Selbst Möchtegernabzocker, die eigentlich einen besonders leichten Weg suchen, sollten sich darüber klar sein, dass Menschen abzocken alles andere als frei von Aufwand ist und oft sogar weit mehr Arbeit macht, als wenn man sein Geld auf ehrliche Weise verdient. Während solide aufgebaute Geschäfte eine gewisse Stabilität erlangen, braucht eine Abzocke ständig viel Nachschub und einen deutlich höheren Aufwand für Rekrutierung, der den vermeintlich leichten Gewinn sehr schnell wieder wegfrisst.

Nicht wenige derer, die den vermeintlich leichteren und kürzeren Weg gewählt hatten, landen so auf einem deutlich steinigerem und langem langem Umweg, Sackgasse oder schleppen sich mühsam im Kreis. Wer übervorteilt worden ist, der wird in den seltendsten Fällen lange dabei bleiben und meist sehr schnell feststellen, dass schneller Reichtum ohne Arbeit gar nicht möglich ist. Im Ergebnis geben sehr viele auf und müssen mühsam ersetzt werden. Einige Wenige werden allerdings dumm genug sein, zu glauben, dass das, was aus gutem Grund jetzt nicht funktioniert, nur deshalb irgendwann doch klappt, weil man länger durchhält. Diese gilt es nun, mühsam bei der Stange zu halten, damit der Verdienst, den man über den Eigenumsatz dieser Menschen noch hat, nicht auch noch wegfällt.

Auch die benötigte Zielgruppe (Menschen, die ohne Arbeit schnell reich werden wollen) besteht nicht gerade aus Menschen, auf denen man ein dauerhaft stabiles Geschäft aufbauen könnte. Menschen, die nichts tun wollen, suchen Menschen, die’s schon richten sollen – aber was sollen die richten, wenn sie doch nichts tun wollen? Wieder Menschen suchen, die wieder etwas richten sollen und wieder nichts tun?

Wer also meint, hier einen besonders leichten Weg gewählt zu haben, wird sich in den meisten Fällen gefangen in einem Kreislauf zwischen finden neuer Teilnehmer und halten bereits unzufriedener Menschen wiederfinden, der sicher nicht zum Reichtum führt. Nur sehr Wenigen dieser schwarzen Schafe gelingt es ab einem gewissen Punkt, mehr neue Teilnehmer zu finden als Unzufriedene wieder aussteigen. Zeit, das Geschäft zu wechseln und das Spiel von neuem zu beginnen, nur der Erfolg wird auch hier nur eine gewisse Zeit anhalten und dauerhafte Provisionsansprüche bei solcher Arbeitsweise nicht aufgebaut.

Grosse Freiheit oder gar finanzielle Unabhängigkeit? Fehlanzeige. Der Kreislauf beginnt wieder von vorn, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen und täglich grüsst das Murmeltier.

Die Grenze zum Betrug ist fliessend und ständig mit einem Bein im Gefängnis stehen, sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Hier hat sich schon mancher Möchtegernmillionär gründlichst verrechnet. 

Die Chinesen sagen „wer früh ankommen will, muss langsam gehen“ und da ist viel wahres dran. Arbeiten Sie seriös, solide und ehrlich. Ein stabiles Geschäft braucht ein solides Fundament, daran führt kein Weg vorbei.

© 02.2008 by Norbert Warnke

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Werbung kann strafbar sein!

Februar 24, 2008 Redaktion 2 Kommentare

Wie in vielen Bereichen des Lebens, gibt es selbstverständlich auch im Geschäftsleben Regeln und rechtlich Vorschriften, an die man sich mit gutem Grund halten sollte. Auch Werbung kann tatsächlich strafbar sein und sogar mit mehreren Jahren Gefängnis bestraft werden, wenn durch Art oder Inhalt der Werbung geltendes Recht verletzt wird. Im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) nennt der § 16 in zwei Absätzen bestimmte Formen strafbarer Werbung, die wir uns hier einmal näher anschauen.

„(1) Wer in der Absicht, den Anschein eines besonders günstigen Angebots hervorzurufen, in öffentlichen Bekanntmachungen oder in Mitteilungen, die für einen größeren Kreis von Personen bestimmt sind, durch unwahre Angaben irreführend wirbt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Als Irreführung versteht der Gesetzgeber alle Angaben, die von den Menschen (Leser, Betrachter) auf Grund ihres Inhalts, Wortwahl oder Darstellung falsch verstanden werden könnten, aber auch unvollständige Angaben, wenn z. B. wichtige Dinge einfach weggelassen werden, die für den Kaufentschluss massgebend sein könnten. Massgebend ist hier vor allem der Eindruck, der durch die Werbung beim Publikum entstehen könnte.

Hierzu zählt z. B. auch Werbung mit Superlativen und Spitzenstellungen (Marktführerschaft), die nur dann zulässig ist, wenn sie auch nachweisbar ist. Auch falsche Angaben über das Alter eines Unternehmens, also zum Gründungsjahr sind unzulässig, wenn (irreführend) vorgetäuscht werden soll, dass es sich um ein altes und besonders aufgrund langjähriger Erfahrung besonders kompetentes Unternehmen. Auch Begriffe wie „Fabrikverkauf“ oder „Grosshandel“ werden nicht immer richtig genutzt. Hersteller ist nur, wer eine Ware im Wesentlichen selbst fertigt und Grosshändler verkaufen im Wesentlichen an Wiederverkäufer und nicht an Endverbraucher. Selbständige Partner eines Herstellers sind lediglich Händler und dürfen diese Begriffe in der Produktwerbung insofern nicht „irreführend“ verwenden. Irreführungen können auch durch Werbeaussagen entstehen, die Gefühle (z. B. Angst) vor Nachteilen hervorrufen können. Das betrifft vor allem Werbung mit Gesundheitsaussagen.

Der für die Network Marketing Branche wohl wichtigste Text ist der Absatz 2 dieses Paragraphen:

„(2) Wer es im geschäftlichen Verkehr unternimmt, Verbraucher zur Abnahme von Waren, Dienstleistungen oder Rechten durch das Versprechen zu veranlassen, sie würden entweder vom Veranstalter selbst oder von einem Dritten besondere Vorteile erlangen, wenn sie andere zum Abschluss gleichartiger Geschäfte veranlassen, die ihrerseits nach der Art dieser Werbung derartige Vorteile für eine entsprechende Werbung weiterer Abnehmer erlangen sollen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Dieser Absatz sieht eine strikte Trennung von Verbrauchern (Kunden) und Händlern (Vertriebspartnern) vor und definiert die Grenze zum so genannten „Schneeballsystem„. Den Absatz kann man vor allem so verstehen: Wer reine Kunden (hier „Verbraucher“ genannt) bzw. Endabnehmer wirbt, und diese dazu bringt, Waren oder Leistungen abzunehmen, die sie womöglich nicht einmal brauchen, aber beziehen müssen, um daran mitverdienen zu können, wenn sie weitere Abnehmer ins System bringen, die wieder (progressiv) mit der gleichen Verdienstmöglichkeit nur für die Abnahme von Waren oder Leistungen angelockt werden, kann sich also strafbar machen.

Man kann den Absatz auch kurz und knapp zusammenfassen:
Werben Sie keine reinen Endabnehmer mit der Verdienstmöglichkeit, Sie könnten sich dadurch strafbar machen!

Diese Trennung zwischen Verbraucher und Händler ist auch deshalb sehr wichtig, da für Händler und Verbraucher jeweils unterschiedliche rechtliche Vorgaben gelten. So haben Verbraucher gegen Händler besondere Rechte (Verbraucherschutz), Händler gegenüber anderen Händlern im gleicher Weise aber nicht.

© 02.2008 by Norbert Warnke

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Verbrannte Erde

Februar 12, 2008 Redaktion 2 Kommentare

Aus Interesse daran, was aus den Leuten geworden ist, die vor einigen Monaten „das beste Geschäft der letzten 10 Jahre“ per eMail beworben hatten, hab ich mir vorhin einmal die Mühe gemacht und ein paar ältere Mails verschiedener Personen für ein im letzten Jahr gestartetes Geschäft herausgesucht und kurz nachgefragt, wie es diesen Menschen mit diesem Geschäft inzwischen so ergangen ist.

Innerhalb weniger Stunden kamen bisher 4 Antworten. Aus drei dieser 4 Antworten zitiere ich einfach mal je einen einzigen Satz:

  • „Vom MLM habe ich jedenfalls persönlich erstmal die Schnauze restlos voll!!!“
     
  • „Und Network und ….. wird weiter ihrer Wege gehen. Ohne mich“
     
  • „Hab danach noch ein wenig ….. gemacht,aber ich merke für mich ist mlm nix mehr.“

Der Absender der vierten Antwort gibt an, zwar schon in der Gewinnzone zu sein, räumt aber ein, dass er gern schon viel weiter wäre.

Was hier auffällt, sind drei Personen, die nur durch die Auswahl des falschen Geschäfts die Nase voll haben von der Branche. Zwei hatten schon mehrere Geschäfte probiert, überall war viel versprochen worden, aber wenig bis nichts gehalten. Zwei Absender meinten, es wäre sehr schwer, das richtige Network zu finden, aber leicht, an das falsche Geschäft oder ein schwarzes Schaf der Branche zu geraten.

Warum ist das so?

Es gibt einfach zu viele widersprüchliche Informationen, schon allein darüber, was man darf und was nicht, was legal ist und was nicht, was Risiken bedeutet und was nicht. Das zeigt aber auch, dass es vor allem dort Probleme gibt, wo viel versprochen wird, denn wenn man schon in’s Ungewisse startet, dann wenigstens dort, wo scheinbar die besten Aussichten bestehen. Leider haben die Menschen dafür nichts als die Aussagen und Versprechungen ihres Sponsors.

Geschäftlicher Erfolg kommt nicht dort, wo möglichst viel für wenig Arbeit versprochen wird. Erfolg kommt nirgendwo automatisch und nie, nur weil man dabei ist. Auch ein neues Geschäft garantiert keinen Erfolg, denn die meisten neuen Networks verschwinden bereits in den ersten Jahren wieder. Erfolg kommt auch nicht automatisch für jeden Teilnehmer, sondern ist immer das Ergebnis kontinuierlicher und folgerichtiger Arbeit, wenn die dafür nötigen Voraussetzungen auch erfüllt sind. Erfolg bedeutet auch nicht Reichtum, sondern kann auch ein kleiner Nebenverdienst sein.

Hier wird klar, wie wichtig objektive Informationen für die Menschen sind und wie wichtig eine klare Leitlinie sein könnte, an der sich Interessenten auch nachvollziehbar orientieren können.

Lassen Sie sich keine Luftschlösser einreden, denn in Luftschlössern kann man nicht wohnen. Rosa Wolken sind auch kein stabiles Fundament für eine berufliche Zukunft. Glauben Sie niemals, dass man als Geschäftsmann immer reich ist. Die meisten Unternehmer in allen Branchen sind nicht reich und arbeiten oft sehr hart für ihren Lebensunterhalt. Von Träumen kann sich niemand ernähren.

Muss das so sein?

Nein! Wenn Sie sich für die Network Marketing Branche interessieren, sollten Sie sich für diese Geschäftsform interessieren und sich gründlich darüber informieren, welche Möglichkeiten es gibt und welche davon für Sie individuell aufgrund Ihrer persönlichen Interessen und Voraussetzungen für Sie nutzbar sind. Gehen Sie nur Ihren eigenen Zielen nach und nicht denen anderer Leute, arbeiten Sie nur so, wie es Ihnen persönlich liegt und schauen Sie sich ein angebotenes Geschäft nach nachvollziehbaren Kriterien gründlich an, die auch von Industrie und Handelskammern und Verbraucherzentralen als Grundlage empfohlen werden.

Eine Liste der wichtigsten Kriterien, die Sie auch als Checkliste bei der Prüfung angebotener Geschäftsmöglichkeiten verwenden können, finden Sie bei’m MLM-Businesstipp.

Vertrauen Sie lieber Ihrem eigenen gesunden Menschenverstand und nicht den Sprüchen eines Werbers. Schauen Sie kritisch hin und glauben Sie nicht alles, was man Ihnen erzählt. Je mehr und je schneller Ihnen etwas versprochen wird, desto geringer ist die Chance, es tatsächlich zu erreichen.

Kein Unternehmen hat Geld zu verschenken, aber unter den richtigen Voraussetzungen und mit der richtigen Einstellung und einem gewissen Engagement bietet unsere Branche Möglichkeiten für viele Dinge.

Gehören Sie nicht zu den Menschen, die an zu grossen Träumen scheitert, sondern zu den vielen Menschen, die machbare Dinge tatsächlich erreicht!

© 02.2008 by Norbert Warnke

Kategorien:Vorsicht Risiko!

Ganz oder gar nicht?

Februar 9, 2008 Redaktion 1 Kommentar

Gleich richtig starten oder gar nicht erst beginnen?

Einsteiger bekommen mitunter den Rat, ihr Geschäft gleich vom ersten Tag an hauptberuflich zu beginnen, sich sofort zu 100% zu engagieren, statt sich langsam und ganz nebenbei etwas aufzubauen. Auf den ersten Blick mag dies auch sehr sinnvoll erscheinen, aber hier kommt es sehr auf den Einsteiger selbst, seine individuellen Voraussetzungen, Interessen und Ambitionen an. Menschen sind verschieden und nicht jeder Weg ist für jeden Menschen gleich gut begehbar.

Immer wieder hört man die Argumentation, „duplizieren“ müsse einfach sein, jeder bräuchte nur dem Sponsor „nachmachen“, was er vormacht und der Erfolg kommt automatisch. So einfach ist das leider nicht, denn ist der Sponsor gewerbe-, führungs- und Networkerfahren, hat schon nennenswerte eigene Erfolge zu verbuchen, stellen sich seine Voraussetzungen völlig anders dar als die eines Einsteigers ohne jede Erfahrung in der Selbständigkeit. Es ist logisch, dass jemand, der etwas bereits kann, Vorteile gegenüber Menschen hat, die gleiches erst lernen müssen und so ist es selbstverständlich auch im Network Marketing.

Ein Problem ist schon die Ansprache an Interessenten. Wo ein erfahrener und bereits erfolgreicher Unternehmer oder jemand mit Managementerfahrung schon aus eigenem Erleben weiss und anhand bekannter und immer wieder selbst erlebter Reaktionen genau einschätzen kann, welche Argumente zu welcher Gelegenheit Interesse wecken, fehlen einem Einsteiger hier noch sämtliche eigenen Erfahrungswerte und der richtige Spruch zur richtigen Zeit wird zum reinen Glückspiel. Hier einfach so das gleiche erzählen, was man woanders schon einmal gehört hat, wird sehr oft schon deshalb zum Misserfolg, weil hierbei einfach nicht bedacht wird, dass die Situation in den meisten Fällen völlig anders ist.

Nicht umsonst bietet Network Marketing unterschiedlichen Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen und Ambitionen mehrere Möglichkeiten, die sie völlig unabhängig voneinander nutzen können, aber nicht müssen. Der eigene Erfolg beginnt mit der richtigen Auswahl seiner individuell passenden und am ehesten umsetzbaren Möglichkeit. Eine jede Reise beginnt man mit dem ersten Schritt und nicht mit dem Überschreiten der Ziellinie. Auch ein Bauer kann nur ernten, was er vorher gesät und gut gepflegt hat.

Der beste Rat an einen Interessenten oder Einsteiger kann also nur sein: Schau Dir Dein Geschäft und vor allem Deine Produkte erst einmal ganz in Ruhe an; informiere Dich, teste es gründlich und ohne Dich selbst unter Druck zu setzen oder Dich unter Druck setzen zu lassen. Finde die für Dich persönlich individuell am besten funktionierende Arbeitsweise, denn nur dann wirst Du Erfolg haben, wenn Du so arbeiten kannst, wie es Dir persönlich liegt und nicht Deinem Sponsor.

Dinge, die man vorschnell beginnt, entwickeln sich allzu oft nicht wie gewünscht. Ein Gefühl für „sein“ Geschäft kann niemand unter Druck entwickeln, schon gar nicht ohne Erfahrung als Unternehmer. Du kannst Dein Engagement für Dein Geschäft auch später noch JEDERZEIT ausbauen und wenn Dich Dein Geschäft wirklich überzeugt hat und Dir bereits erste Erfolge gelungen sind, solltest Du dies auch tun – aber erst dann. So, wie man Früchte erst ernten kann, wenn sie reif sind, können auch Dinge erst gelingen, wenn sie gesät, gedüngt, gepflegt und gereift sind. Wie ein Kind in zu grossen Schuhen leicht ins Stolpern und nur langsam voran kommt, funktioniert es in den eigenen kleinen Schuhen dennoch weit besser und am besten später in grossen Schuhen, in die Du dann jedoch bereits hineingewachsen bist.

Passen Dir die grossen Schuhe schon jetzt? Dann zieh sie an und mach gleich grosse Schritte. Wenn nicht, bleib bitte unbedingt erstmal bei Deinen eigenen Schuhen. Mach am Anfang kleinere Schritte und wachse in Dein Geschäft hinein. Die Schritte werden grösser werden.

© 02.2008 by Norbert Warnke

Kategorien:Vorsicht Risiko!

Einstieg mit grosser Erstbestellung

Februar 8, 2008 Redaktion 1 Kommentar

Mitunter bekommt man empfohlen, gleich mit einem grösseren Warenlager in ein neues Geschäft einzusteigen und sich so gleich von Anfang an eine höhere Position zu sichern und evtl. von noch günstigeren Einkaufspreisen zu profitieren, die eine höhere Handelsspanne bringen sollen.

Den Start mit einem grösseren Warenlager würden wir jedoch KEINESFALLS empfehlen, denn ein Einsteiger kann noch gar nicht wissen, wie sein Umfeld, seine Zielgruppe auf die Produkte reagiert oder wer wann was kaufen möchte. So besteht immer die grosse Gefahr, auf den Produkten sitzen zu bleiben. Eine höhere Marge gibt es NUR dann, wenn auch tatsächlich alles abverkauft werden kann, sonst nicht. Verkauft man weniger als die gesamte Warenausstattung gekostet hat, ist KEIN Gewinn generiert.

Bei höherem Umsatz gibt es zwar höheren Bonus, aber dieser bedeutet noch lange keinen Gewinn, sondern nur geringeren Verlust, da es einen Teil der getätigten Ausgaben eben zurückgibt. Wie gesagt, Gewinn ist erst dann generiert, wenn die Summe aller Einnahmen höher ist als die Summe der Ausgaben.

Umsatzbonus lohnt dann, wenn man entweder eine gewisse Grössenordnung an Umsatz hat oder/und bereits ein Team aufgebaut hat, auf dessen Umsatz zusätzliche Boni fliessen. So lange es noch kein Team gibt, kann der mögliche Bonus KEINESFALLS höher sein als der Wareneinsatz, also ist auch kein Gewinn durch Bonus möglich.

Eine Qualifizierung für eine höhere Stufe vom Start weg bringt also meist gar nichts, ausser einem Warenlager, das man erstmal absetzen muss und dem Sponsor eine gute Provision. Die Empfehlung eines teuren Einstiegs nutzt also vor allem dem Unternehmen und dem Sponsor, weniger dem Einsteiger selbst, der zuallererst sein neues Geschäft näher kennenlernen sollte, bevor er sich dann auf „natürliche“ Weise für weitere Stufen qualifiziert.

Ein solches Geschäft würde ich aus eben diesen Gründen keinesfalls empfehlen (eher ausdrücklich abraten!), denn allein die Möglichkeit, sich weitere Stufen zu „kaufen“ und mit hohem Wareneinsatz einzusteigen, schafft hier ein hohes Risiko- und Missbrauchspotential. Dabei wären Lösungen dieses Problems sehr einfach:

1. Gleiche Einkaufspreise für ALLE Stufen
2. Vorteile für höhere Stufen allein über Boni regeln
3. Einstiegspakete für über 500 € von der Vorlage einer Gewerbeanmeldung abhängig machen, die älter ist als 6 Monate

Die Rede war von „Qualifizierung“, das bedeutet frei übersetzt „Nachweis von Leistung“, aber NICHT „Kauf einer Position“. Missbrauchsfälle gibt es (leider) noch sehr oft. Empfehlenswert ist jedoch immer ein Einstieg mit geringer Investition, um zuerst einmal das Geschäft und seine Möglichkeiten näher kennenzulernen. Die Qualifizierung für höhere Positionen ist auch später JEDERZEIT möglich, wenn man bereits überschauen kann, ob die Produkte im vorgesehenen Umfeld verkäuflich sind und erste Erfolge bereits erlangt worden sind.

© 02.2008 by Norbert Warnke

Kategorien:Vorsicht Risiko!