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Archiv für März 2008

Erst gucken, dann anfassen…

März 9, 2008 Redaktion 1 Kommentar

Willi will ins MLM

Willi möchte ins Network Marketing, hat sich auf einer IHK-Seite darüber informiert, dass dies eine seriöse Möglichkeit ist und sucht nun Infos, die ihm bei der Auswahl seines Geschäfts helfen sollen. Kommt er auf die Seite eines MLM-Werbeportals, findet dort ALLES beworben, zwar auch Gegenstimmen, aber auch die Info „Wenn’s illegal wäre, wäre es ja verboten. Dass es uns gibt, beweist, dass es legal ist!“ – Hmmm… klingt logisch… Der Laden wäre sicher schon dicht, wenn’s illegal wäre…

Geht Willi auf eine MLM-“kritische“ Seite und findet dort genau entgegengesetztes „Alles Betrug, alles Abzocke…“ – Hmmm… glaub ich nicht, denn es wäre ja einmal verboten und würde auch von der IHK nicht als geeignete Möglichkeit genannt. Die „Kritik“-Seite wird also schon mal als unglaubwürdig abgehakt…

Was nimmt der Willi nun?

Nimmt er Geschäft A, das ihm bei viel Engagement und langfristig die Möglichkeit bietet, sich von einem kleinen Nebenverdienst nach und nach in Führungspositionen hochzuarbeiten, wenn er seine Kunden und seine selbst aufzubauenden Partner auch vernünftig betreut und schult?

Nimmt er Geschäft B, das ihm mit einer regelmässigen Abnahme von Produkten über 80 Euro im Monat verspricht, er muss ja nur 2 Leute finden, die dann wieder 2 Leute finden, die dann wieder…, dass er in 2 Jahren garantiert sehr gut davon leben kann?

Nimmt er Geschäft C, bei dem er nur mal 150 € einzahlen muss, dann bekommt er eine tolle Homepage, die bringt ihm vollautomatisch reichlich Leute und in ein paar Monaten ist er ganz automatisch reich. 150 Euro für echten Reichtum in ein paar Monaten und ohne sich Arbeit machen zu müssen vollautomatisch?

Hmmm… viel arbeiten und lernen müssen… ohne Garantie? … naja, da klingt schon besser, in 2 Jahren gut davon zu leben. 2 Leute finden kann ja so schwer nicht sein und die Rechnung stimmt ja, hab ich ja nachgerechnet… Aber das letzte klingt doch richtig GEIL, das Internet ist ja richtig im boom und nur einmal zahlen und nie wieder, keine Verpflichtung, NICHTS dafür tun müssen? … und dann noch GARANTIERT???  – boah, das mach ich doch mal, die 150 € hab ich noch und 10x Lotto spielen ist genau so teuer mit weniger Chancen. Die nennen sich auch Network Marketing und die IHK meint, das wäre OK, also mach ich’s mal…

Was wäre, wenn…

  • …die MLM-“Kritiker“ nicht pauschal „alles Müll“ gesagt hätten, sondern konkret informiert hätten…???
  • …im MLM-Forum objektiver auch über mögliche Risiken berichtet worden wäre…???
  • …man bei der IHK mal den ganzen Beitrag vollständig gelesen hätte…???
  • …sich alle drei Aussagen im Kern gedeckt hätten…???

Tja, mit Geschäft B hat Willi 1 Jahr lang jeden Monat ein Produkt gekauft, das er vorher nicht kannte und auch nicht unbedingt brauchte, hat also insgesamt 960 € ausgegeben, tatsächlich einen weiteren Teilnehmer gefunden, der aber nach 2 Monaten wieder aufgegeben hatte. Immerhin hat Willi 2 Monate lang je 4 € verdient (eigentlich nicht verdient, sondern weniger ausgegeben), etliche Treffen besucht und ist nie in die Gewinnzone gekommen. Mit Geschäft C sind 150 € futsch, aber noch verschmerzbar… Hätten aber auch 350 €, 450 , 998 €, 2000 € oder 4000 € sein können… ist vielen schon passiert – und fast immer nur deshalb, weil sie nicht richtig darüber informiert waren, wie man Risiken erkennt und vermeidet…

Geschäft A klang am unattraktivsten, aber hier hätte es sich gelohnt, etwas näher hinzuschauen. So gross ist der Aufwand nicht, deutlich mehr Vorteile herauszuholen als mit den anderen beiden Systemen.

Informationen schaden immer nur dem, der sie nicht hat…

© 03.2008 by Norbert Warnke

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Aufgaben sind zum lösen da

März 7, 2008 Redaktion 1 Kommentar

Network Marketing ist eine Geschäftsmöglichkeit, mit der erfolgreich zu arbeiten, man erlernen muss, wie einen Beruf.  Erfolg hängt immer an sehr vielen verschiedenen Faktoren, die im Idealfall optimal zusammenpassen müssen. Je weniger passt, desto weniger Erfolg kann sich logischerweise einstellen.

Jede Möglichkeit bietet und erfordert andere Voraussetzungen und Arbeitsweisen. Finde also erstmal heraus, was zu Dir individuell am besten passt. Finde es SELBST heraus und glaube keinem Sponsor, rechne und kalkuliere alles SELBST durch und berücksichtige dabei Deine eigenen Ambitionen, Deine eigenen Voraussetzungen, Deine von Dir selbst bevorzugte und am ehesten effektive Arbeitsweise, Dein Umfeld, Deinen Kontakt zur erforderlichen Zielgruppe…

Der Verdienst Anderer hat auch keinen Einfluss darauf, was DU mit der gleichen Sache verdienen könntest. Jeder Mensch verfügt über andere Voraussetzungen und bevorzugt andere Arbeitsweisen. Oft entscheidet eine kleine Nuance über Erfolg oder Misserfolg, das kann ein einziges richtig oder falsch betontes Wort auslösen, eine Krawatte in der falschen oder richtigen Farbe, eine Geste, eine unwichtig erscheinende Aussage…

Rechne nicht damit, gleich mit dem ersten Versuch erfolgreich zu werden, sondern damit, lernen und Erfahrungen sammeln zu müssen. Mach aus allem, was Dir begegnet, das für Dich persönlich beste:

  • Gibt das Leben Dir eine Zitrone, mach Limonade draus!
  • Legt das Leben Dir Steine in den Weg, bau Dir ein Haus daraus.
  • Wirft das Leben Dir Knüppel zwischen die Beine, bau nen Zaun draus, vertreibe die Wölfe damit, mach Dir ein wärmend Feuerchen oder schnitz Dir nen Zahnstocker, aber mach immer etwas Positives daraus.

Zitronen, Steine und Knüppel kann man für viele gute Dinge gebrauchen!

Halte nicht um jeden Preis durch, sondern lerne aus Dingen, die Dir begegnen; setze Erfahrungen um, die Du machst; sieh eventuell auftretende Probleme nicht als hindernde Hürde, die es böse mit Dir meint, sondern als Aufgabe, sie aktiv zu lösen. Erfolg definiert sich auch aus der Lösung von Problemen und nicht daraus, ohne eigenes Zutun reich zu werden.

Probleme sind dazu da, gelöst zu werden!

Wie eine Aufgabe in der Schule oder ein Werkstück in der Lehre begegnen Dir in allen Lebensbereichen immer wieder Dinge, die zuerst gelöst werden müssen. Ein Problem ist eine Aufgabe, hinter der bei richtiger Lösung der Erfolg steckt und Dir die Tür öffnet, das erlernt zu haben, das Dir künftig die Lösung gleichartiger und ähnlicher Aufgaben sehr viel leichter macht. Du wächst an jeder gelösten Aufgabe und erwirbst durch deren selbständige und richtige Lösung Erfahrungen, Wissen und Fähigkeiten, die Dir auf Deinem weiteren Weg Nutzen bringen.

Je nachdem, wie Du Deine Aufgaben lösen kannst, entscheidet sich dadurch, in welcher Liga Du künftig spielst. Löst Du Deine Aufgaben gut, kommst Du eine Klasse weiter; löst Du Deine Aufgabe nicht, bleibst Du in Deiner Liga. Trittst Du zur Prüfung gar nicht erst an, bleibst Du auch in Deiner Liga. Es geht also immer nur um möglichen Aufstieg oder nicht, aber nie um Abstieg. Möchtest Du aber aufsteigen, geht das nie ohne Prüfung. Du musst immer erst beweisen, dass Du es kannst, denn darauf, dass Dir jemand etwas schenkt, wartest Du vergeblich.

Zeig, was in Dir steckt oder lass es, denn es ist Dein Leben und sind Deine Möglichkeiten. Entscheide DU selbst, ob Du sie nutzen möchtest!

© 03.2008 by Norbert Warnke

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Bestraft Restvolumen die Partner?

März 2, 2008 Redaktion Kommentieren

Zuerst einmal klären wir am besten den Begriff. Restvolumen (bzw. Restgruppenumsatz) spielt vor allem bei Breakaway-Marketingplänen eine Rolle. Der Breakaway-Marketingplan besteht ja im wesentlichen aus zwei Teilen, die zum einen bis zum Break und zum anderen ab dem Break zählen. Im ersten Teil werden Umsatzboni bis zur höchsten Bonusstufe auf direkte oder indirekte Umsätze ausgeschüttet, auf Umsätze weiterer Partner oder ganzer Linien als Differenzbonus zwischen der Bonusstufe der Linie und der eigenen Bonusstufe, die für eine Differenz höher sein muss. Bei Gleichstand gibt es keine Differenz, also folglich auch keinen Differenzbonus mehr.

Hier beginnt die zweite Stufe des Breakaway Plans. Gleichgezogene Partner bzw. Linien werden aus der Struktur „abgekoppelt“, es kommt also zum „Breakaway“. An dieser Stelle sind Differenzprovisionen wegen dem Gleichstand der Stufen nicht mehr möglich, also beginnt eine ergänzende Regelung zu greifen und es werden Sonder- oder Managerboni auf die Umsätze der abgekoppelten Linien gezahlt.

Alle (noch) nicht wegen erreichen der höchsten Bonusstufe abgekoppelten Partner gemeinsam bilden die „Restgruppe“ und deren zusammengezogener Umsatz ist das so genannte „Restvolumen“.

Verdienst auf der einen Seite bedeutet IMMER Kosten auf der anderen (oder mehreren) Seite. Kein Unternehmen druckt Geld, überall kann nur das ausgezahlt werden, was eingenommen wurde. Immer fliesst ein bestimmter Anteil in den Vertrieb und immer bedeutet der Marketingplan, dass dieser Anteil nach einem ganz bestimmten Schlüssel aufgeteilt wird.

Werden als Beispiel nun 40% des Umsatzes wieder an den Vertrieb ausgeschüttet und erhalten aus diesem Topf diejenigen, die nichts anderes getan haben, als einmal mit Glück einen fleissigen Partner gesponsert haben, auch nur 5% aus diesem Topf, ändert sich an den 40% Gesamtausschüttung nichts. Die jetzt fehlenden 5% müssen aber den Partnern abgezogen werden, die aktiv ihre Aufgabe als Führungskräfte erfüllen, eine Organisation auf- und auszubauen und zu betreuen. Es wäre den aktiven Partnern gegenüber einfach nicht fair, wenn sie weniger erhalten würden, um untätige Partner mitzufinanzieren. Daher wurde für die Bonuszahlung der „zweiten Stufe“ des Breakaway-Planes das Restvolumen als Qualifikation eingeführt, denn diese 2. Stufe ist für Führungskräfte gedacht.

Teamaufbau (ist ja die Aufgabe einer Führungskraft) heisst nun aber nicht, dass man mal jemand wirbt und der’s dann bringen soll und sonst nichts tun muss. Teamaufbau heisst, dass man eine funktionierende Organisation aufbaut und betreut, die auch Umsätze macht. Je nachdem, wie effektiv diese Organisation arbeitet, sollte dann auch der Bonus für denjenigen ausfallen, der selbst und aktiv aufgebaut hat und das Team auch betreut.

Wenn nun ein geworbener Partner in kürzester Zeit sowohl den eigenen Sponsor überholt als auch in höhere Bonusstufen aufsteigt steigt damit automatisch auch die Bonusstufe des Sponsors bis in die höchste Bonusstufe. Das bedeutet, es entstehen schon allein dadurch 2 wichtige und geldwerte Vorteile für den Sponsor:

  1. höchster Bonus auf eigene Umsätze (sofern vorhanden)
  2. höherer Differenzbonus auf die „Restgruppe“ (sofern vorhanden)

Wer keine eigenen Umsätze generiert, braucht allerdings logischerweise auch keinen höchsten Bonus drauf, denn 21, 25 oder gar 28% von 0 € ist nicht einen Cent höher als 0% von 0 €.

Hast Du gleich zwei oder „Überflieger“ gesponsert, hast Du sicher auch (niemand sponsert nur Überflieger) einige nicht so starke Linien in der Struktur, die das Restvolumen automatisch sichern. Bei einigen Marketingplänen genügt auch schon ein gewisser Teil des Restgruppenumsatzes, um schon Boni auf Umsätze der Überflieger zu erhalten.

Existiert überhaupt (noch) keine Restgruppe, hast Du (noch) nichts entsprechendes aufgebaut, was sich aber jederzeit korrigieren lässt, oder? Hat Dich ein nachfolgender Partner auf die höchste Stufe „hochgeschoben“ und Du sponserst weitere Partner, bekommst Du sofort mit deren erstem Umsatz den höchstmöglichen Differenzbonus dank Deiner bereits höchsten Bonusstufe. Wo soll hier die Bestrafung sein?

Empfindest Du die höchste Bonusstufe wirklich als Bestrafung?

© 03.2008 by Norbert Warnke

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