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Verkaufsparty – Einkaufen im Wohnzimmer

Einkaufen im Wohnzimmer

Einkaufen im Wohnzimmer

Viele Hausfrauen, aber auch Männer waren schon mindestens einmal Gast oder vielleicht sogar Gastgeber/in einer Verkaufsparty. Ob nun Kosmetik oder Parfum angeboten wurde, Dessous, Haushaltswaren wie Töpfe oder Geschirr, Kerzen, Schmuck oder neuerdings auch Jeans und andere Mode, viele haben solche Verkaufsparties schon zuhause oder bei Freunden oder Bekannten in privater und entspannter Atmosphäre miterlebt.

Seit in den fünfziger Jahren vergangenen Jahrhunderts mit der allerersten Tupperparty die Erfolgsgeschichte des Partyverkaufs begann, haben in rund sechzig Jahren viele weitere Unternehmen mit unterschiedlichsten Produkten den Weg in die Wohnzimmer der Kunden und Interessenten gefunden. Die Zeit des „klinkenputzenden“ Vertreters, der über endlose Treppenhäuser seine Waren nacheinander einzelnen Menschen immer wieder auf’s neue vorstellen musste, wich einer deutlich effektiveren Möglichkeit, nun gleich eine ganze Gruppe von Menschen auf einen Schlag ansprechen zu können, und dies auch noch mit einem bequemen und entspannten Gemeinschaftserlebnis für alle zu verbinden.

Die Vorteile des Partyverkaufs liegen auf der Hand. Für den Verkäufer entfallen Wege, weil er nun eine ganze Gruppe von Menschen gleichzeitig erreicht. Zudem bringt er auf eine Party meist ein weit grösseres Produktangebot mit, als es ein Vertreter auf seinen treppenfressenden Touren je könnte. Aber auch der spart Verbraucher lästige Wege in ungemütliche Geschäfte und bekommt interessante Waren bequem im eigenen Wohnzimmer oder dem von Freunden oder Bekannten vorgestellt und vorgeführt. Alles findet in angenehmer Umgebung unter meist ebenso angenehmen Menschen statt. Der Gastgeber einer Verkaufsparty muss zudem nicht einmal die eigene Wohnung verlassen und etwas willkommene Abwechslung bringt eine Verkaufsparty allemal. Partyverkauf boomt heutzutage wie nie zuvor und dort, wo viele Vorteile für Teilnehmer oder Gastgeber geboten werden, ergibt sich für interessierte und kontaktfreudige Menschen daraus oft auch eine attraktive Verdienstmöglichkeit.

Verdienst ist im Partyverkauf auf verschiedene Weise möglich. So kann ein Gastgeber je nach Anbieter meist selbst den einen oder anderen Vorteil dafür erhalten, dass er seine Wohnung zur Verfügung stellt. Möglich kann ein Gastgeschenk, aber auch ein Preisnachlass sein. Oft richtet sich der Vorteil danach, wie viele Gäste eingeladen wurden und wie hoch der in der Party erreichte Umsatz war.

Der Partyverkäufer verdient hauptsächlich direkt am Verkauf durch die Handelsspanne, indem er die Waren zu einem wesentlich günstigeren Preis einkauft und mit Gewinn verkauft. Falls der Verkäufer seine Waren auf Kommission oder ausgeliehen bekommt, ist das eine sichere Sache ohne Risiko, denn die Waren müssen in dem Fall erst bezahlt werden, wenn sie bereits mit Gewinn verkauft wurden. Auch zusätzliche Umsatzboni sind für den Verkäufer möglich, wenn das hinter ihm stehende Unternehmen einen solchen anbietet.

Schliesslich besteht bei einigen Vertrieben auch noch die Möglichkeit, eine eigene Vertriebsgruppe aufzubauen. Nicht selten fragen Gastgeber oder Gäste direkt danach, ob eine solche Tätigkeit nicht auch für sie selbst möglich wäre. Viele Anbieter von Produktlinien, die im Partyverkauf vertrieben werden, arbeiten mit Vertriebsstrukturen, die erweiterbar sind. Der Verkäufer kann also durchaus weitere Verkäufer anwerben, erhält dann die Aufgabe, die neuen Partner einzuarbeiten und erhält als Entlohnung vom Anbieterunternehmen Bonuszahlungen auf die Umsätze der neuen Verkäufer.

Sie sind kontakt- und einsatzfreudig und mobil, haben Freude am Umgang mit Menschen und suchen eine Aufgabe, die einfach Spass macht oder sind Sie Hausfrau oder Mutter von kleinen Kindern und möchten Geld dazu verdienen? Partyverkauf ist eine im Grunde leicht erlernbare Sache, die viel Spass machen kann. Sind Ihre Kinder bereits grösser und Sie können sich mehr engagieren mit grösseren Ambitionen oder können Sie sich vielleicht sogar vorstellen, eine eigene Gruppe aufzubauen und zu leiten? Auch das ist nicht wirklich schwer zu erlernen, erfordert aber schon etwas mehr Engagement.

© 05.2009 by Norbert Warnke

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