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PR im Internetforum

Foren sind einerseits eine beliebte Werbeplattform für online arbeitende Networker, andererseits aber auch ein Tummelplatz für vielerlei Menschen mit unterschiedlichsten Beweggründen. In Foren treffen viele unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Voraussetzungen, Meinungen und Ambitionen aufeinander, was mitunter auch nicht ganz unproblematisch ist und bei weitem nicht immer die gewünschte Wirkung bringt.

Was man auch beachten sollte, ist, dass jedes Forum bei weitem mehr registrierte Mitglieder und passive Leser hat als aktive Schreiber. Selbst wenn in einzelnen Foren wenig geschrieben wird, können im gleichen Zeitraum durchaus hunderte Seiten von Besuchern aufgerufen und gelesen werden. Ein Forum ist wie eine Zeitung; der Besucher ist einer von vielen Lesern, der Schreiber einer von wenigen Reportern und die Moderatoren die Redakteure. Wichtiger als die Zahl der ständig geschriebenen Beiträge (die können auch belanglos sein) ist die Ausgewogenheit und die Art des Umgangs miteinander. In Kriegsgebieten achtet niemand auf Werbeplakate.

In einem Internetforum treten Sie grundsätzlich öffentlich auf, werden öffentlich wahrgenommen und alle Ihre Beiträge sind rechtlich als Veröffentlichungen zu sehen. Das hat aber nicht nur eine rechtliche Bedeutung, sondern Sie stellen sich mit einer Veröffentlichung selbst ins Scheinwerferlicht. Ihre Beiträge können von Jedermann gelesen werden und sind u. U. in Verbindung mit Ihrem Namen über Suchmaschinen zu finden. Durch Ihre Beiträge können Sie auch angreifbar werden, wenn Sie Beiträge schreiben, die Dritte gegen Sie verwenden können. Entsprechend wichtig ist also immer ein rechtlich einwandfreies Auftreten.

Es gibt grundsätzlich mehrere Möglichkeiten, sich in einem Forum zu bewegen.

Sie können sich auf reine Werbepostings beschränken. Bitte rechnen Sie hierbei aber nicht mit grösseren Erfolgen, denn kaum jemand steigt über Personen, von denen er nichts weiss, in ein Geschäft ein, das er nicht kennt. Qualifizierte Partner lassen sich so nur in absoluten Ausnahmefällen finden.

Sie können das Forum für soziale Kontakte nutzen und einfach nur allgemeines Blabla austauschen. Sicher finden Sie so nette Gesprächspartner, aber für Ihr Geschäft hat es keine nennenswerte Auswirkung. Es finden sich Gruppen, bei denen die Mitglieder sich zwar gegenseitig anwerben, aber wirklich aktiv wird dort kaum jemand mit der so angesammelten Menge von Geschäften ohne Priorität.

Ein Forum für Geschäftsleute sollte aber weder reine Werbeplattform sein, noch Tratschplattform für Leute mit Langeweile.

Zeigen Sie sich als fachlich kompetent, betreiben Sie reine PR!

PR (public relations) bedeutet “Öffentlichkeitsarbeit”, beinhaltet also sowohl den Begriff “Arbeit” (im Gegensatz zu Freizeit) als auch “Öffentlichkeit”. Man stellt sich also selbst ins Rampenlicht der Öffentlichkeit, wird wahrgenommen und beurteilt nach dem, was man schreibt!

Heulen Sie aber nicht mit den Wölfen, denn damit sprechen Sie nur das eigene Rudel an!

Wichtig ist, eigenes Profil zu wagen und deutlich zu zeigen, denn nur so sprechen Sie Menschen an, die gleich oder ähnlich denken wie Sie selbst. Ihr Ziel sollte sein, Gleichgesinnte zu finden und anzusprechen und nicht, es möglichst jedem recht zu tun, was ohnehin nicht möglich ist.

Geben Sie Foren nicht zu viel Gewicht!

Werbung und PR muss grundsätzlich breit gestreut sein. Nutzen Sie möglichst viele Werbemöglichkeiten parallel. Verlassen Sie sich niemals auf nur eine Werbeform und schon gar nicht auf Internetforen. Suchen Sie vordringlich nicht nach neuen Kunden oder Partnern, sondern zuallererst einfach nach Kontakten. Viele Kontakte lassen sich nur mittel- bis langfristig nutzen, nur wenige schnell. Eine zarte Pflanze lässt sich niemals mit Gewalt aus dem Boden peitschen, sondern braucht Zuwendung, Nahrung und Pflege bis zur Erntezeit.

© 05.2008 by Norbert Warnke

Verträge aller Art solte man sich grundsätzlich und immer in Ruhe durchlesen. Bei unverständlichen Ausführungen am Besten mit dem Vertragspartner den Vertrag Punkt für Punkt durchgehen, wie die Auslegung zu verstehen ist. Sind Aspekte und Auslegungen unakzeptabel oder gefallen nicht, bleibt nur die Möglichkeit, den Vertrag nicht einzugehen, denn einmal unterschrieben hat man sich mit allen Punkten schriftlich und verbindlich einverstanden erklärt. Deshalb sollten Verträge grundsätzlich erst dann unterschrieben werden, wenn Beide Partner vollends zufrieden sind. Es bringt nichts, Verträge zu unterschreiben, die später zu Problemen führen können und es bringt später auch nichts, sich darauf zu berufen, die Punkte nicht gekannt zu haben.

Im Network Marketing wären beispielsweise Punkte wie die nachfolgenden sehr wichtig:

Kosten für Einstieg und Betrieb

Wer in ein Geschäft einsteigt, sollte sich bereits vorher im Klaren sein, welche genauen Kosten der Einstieg und die spätere Arbeit mit dem Geschäft zur Folge haben. Es ist schon wichtig, zu prüfen, ob ein als kostenlos bezeichneter Einstieg tatsächlich keine versteckten oder indirekte Kosten nach sich zieht. Man sollte schon auf genaue Formulierungen achten, denn wenn z. B. mit dem Einstieg automatisch ein Startpaket bestellt oder ein Produktabonnement abgeschlossen werden muss, ist eine Formulierung wie “keine Einstiegskosten” definitiv falsch.

Ausschliesslichkeit

Unternehmen, die ihren Partnern verbieten, auch mit anderen Networks zu arbeiten. Als Networker sind wir ja selbständige Unternehmer und haben das Recht, mit einem oder mehreren Lieferanten zu arbeiten. Die unternehmerische Freiheit ist gesetzlich garantiert. Bei Handelsvertreterverträgen kann ist es jedoch üblich, direkte Konkurrenzangebote auszuschliessen. Im Network Marketing ist Ausschliesslichkeit nicht mehr zeitgemäss.

Ordentliche Kündigung

Sieht ein Vertrag ordentliche Kündigungen beider Seiten auch ohne Angabe von Gründen vor, verbirgt sich hier die Gefahr, dass man bei erreichen einer hohen Verdienststufe ohne Grund fristgemäss vom Unternehmen gekündigt werden kann, das sich dann einfach jede weitere Provisionszahlung spart. Ausserordentliche Kündigungen sind OK, die wären aus wichtigen Gründen wie z. B. Vertragsverstössen gerechtfertigt. Ordentliche Kündigungen sollten zwar dem Partner vorbehalten bleiben, aber dem Unternehmen nur aus wichtigem Grund wie z. B. schwerwiegenden Vertragsverstössen durch den Partner.

Mindestabnahmeverpflichtungen

Auf bestimmte Mindestabnahmen sollte man sich keinesfalls einlassen, denn diese muss man auch abnehmen, wenn man keine Kunden hat, an die man die Waren weiterverkaufen kann. So können sich Keller und Garagen mit unverkäuflichen Waren füllen. Hier sollte aber der Unterschied zwischen Abnahmeverpflichtung (man ist vertraglich verpflichtet, eine bestimmte Menge abzunehmen) und Bonusqualifikation (man entscheidet selbst, ob man sich qualifiziert) beachtet werden.

Bonusqualifikation

Gehört eher in den Marketingplan, der wird aber Bestandteil des Vertrages. Hier sollte man darauf achten, dass die Qualifikation auch erreichbar ist. Wer selbst monatlich Waren für tausende €uro umsetzen muss, um Boni aus dem Team beziehen zu können, stellt sich meist selbst ein Bein, denn hohe Vorgaben sind oft nur sehr schwer erreichbar. Eigenumsätze unter 100 € oder gar unter 50 € sind dagegen leicht zu erfüllen, letztere bei entsprechend interessanter Produktpalette sogar mit Eigenbedarf, falls man (noch) keine oder zu wenig Kunden hat.

Marketingplan

Der Marketingplan wird zum Vertragsbestandteil und wird mit Unterschrift auf dem Beraterantrag rechtsverbindlich anerkannt. Entsprechend wichtig ist es, den Inhalt zu kennen, denn der Marketingplan entscheidet über die Verdienstmöglichkeit, die Bonusverteilung und schliesslich das Einkommen. Niemals sollte man sich auf geschönte Beispielrechnungen verlassen, sondern eigene realistische Szenarien selbst durchkalkulieren.

Ein Antrag ist kein Vertrag?

Falsch! Dies ist leider ein weit verbreiteter Irrtum, denn der Antrag wird definitiv zum Vertrag, wenn der Vertragspartner den Antrag annimmt. Ein Vertrag kommt, rechtlich gesehen, immer dann zustande, wenn zwei übereinstimmende Willenserklärungen (die eine ist der “Antrag”, die andere die “Annahme”) zu einer gegenseitigen Handlung (Kauf, Geschäft etc.) führen. So wird aus dem eigentlich harmlos klingenden Antrag durch Annahme schnell ein rechtsverbindlicher und in allen geltendem Recht entsprechenden Punkten zu einem Vertrag, dessen Inhalt auch einklagbar ist.

Ein Geschäft zu beginnen und zu betreiben ist kein Glückspiel, sondern eine gewerbliche Handlung, die eine gewisse Portion kaufmännisches Denken erfordert. Der Kaufmann prüft ein Angebot genau, kalkuliert es durch, wägt Vor- und Nachteile gegeneinander ab, prüft vor allem die möglichen Nachteile und entscheidet sich erst dann, also nach gründlicher Prüfung, ob er eine vertragliche Verpflichtung eingeht oder es lieber lässt. An diesen Punkten zeigt sich, wer das Zeug zum Unternehmer hat oder wer halt nur ein Zocker ist.

© 05.2008 Norbert Warnke

Sehr wichtig für den Aufbau des eigenen Geschäfts ist die Werbung. Die Menschen müssen erfahren, was wir anzubieten haben, also muss man es ihnen logischerweise auch irgendwie mitteilen. Hier stellt sich aber immer wieder die Frage, welche Art Werbung denn nun wirklich funktioniert und was nicht so sehr. Diese Frage ist aber leider nicht ganz klar zu beantworten und schon Henry Ford sagte einmal:

“50% meines Werbebudgets ist hinausgeworfenes Geld. Niemand kann mir allerdings sagen, welche 50% das sind.”

Wir sehen also, es ist nicht immer so ganz einfach und die Aussage von Henry Ford sagt uns zumindest, dass wir nicht nur tüfteln sollen, bis wir genau wissen, was klappt und was nicht und dann erst mit der Werbung beginnen, sondern gleich, hier, jetzt und sofort mehrere Möglichkeiten nutzen sollten, von denen ein Teil sicher funktionieren wird. Funktionieren kann aber immer nur das, was wir wirklich tun, nicht, was wir nur in Erwägung ziehen.

Nicht jede Art und Form der Werbung ist wirklich effektiv. Wir sollten sie aber dennoch nutzen, denn wir wissen nie, wer wann wo gerade auf unsere Werbung aufmerksam wird. In der Werbung ist also eine gewisse Streuung sehr wichtig und wenn sie auch oft nicht schnell zum Erfolg führt, sorgt sie so für einen gewissen Wiedererkennungseffekt. Etwas, das man schon mal gesehen hat, ist meist interessanter.

Sehen wir uns einfach mal mehrere einfache Möglichkeiten an

Die günstigste Werbemöglichkeit bietet uns das Medium Internet über einschlägige Foren und Anzeigenmärkte, in die wir unsere Werbung oft kostenlos einstellen können. Der grosse Vorteil daran ist, dass es nichts kostet, der Nachteil, dass gerade hier sich auch sehr viele Mitbewerber in diesem Bereich tummeln, die auch ihre Produkte und Geschäfte zu bewerben trachten. Hier müssen wir also unsere Werbung möglichst so gestalten, dass sie sich von der Masse positiv abhebt.

Eine eigene Homepage ist ebenfalls sehr wichtig. Hier stellt sich allerdings das Problem, wie man Menschen auf die Webseite bekommt, denn auch diese muss wieder beworben werden. Dennoch ist eine Homepage alles andere als unnütz, denn sie steht Interessenten rund um die Uhr tagtäglich 24 Stunden als Quelle für Erstinformationen zur Verfügung. Entsprechend sollten wir unsere Webseite auch nicht als Werbeplakat nutzen, sondern als Informationsquelle für Erstinformationen. Entsprechend gehört die Adresse der Homepage (möglichst eine eigene Domain mit leicht merkbarem Namen) unbedingt auf die Visitenkarte, Werbeflyer, Handzettel und alles, was auch unsere sonstigen Kontaktdaten enthält. Eine Webseite ist zur Unterstützung der eigenen Werbung unverzichtbar, bringt aber leider nichts, wenn man keine Menschen darauf lenkt.

Leider oft unterschätzt wird die Visitenkarte als Werbeträger. Dabei ist gerade die Visitenkarte eines unserer wichtigsten Werkzeuge und wir sollten immer einige dabei haben, die man im Gespräch seinem Kontakt übergeben kann, besser noch, austauschen. Noch wichtiger als dem Gegenüber die eigene Karte zu geben, ist, seine zu erhalten, denn die Visitenkarte des Gesprächspartner zu erhalten, bedeutet eine Aufforderung zur Kontaktaufnahme. Wer uns seine Visitenkarte übergibt, den dürfen wir auch anrufen - und sollten dies auch tun, denn wir wissen nicht, ob er seinerseits uns kontaktiert. Wer wann wen kontaktiert, bestimmt allein der Grad des Interesses!

Auch Werbeflyer und Handzettel sind wichtige Werbeträger. Hier stellt sich vor allem die Frage, wie man sie am effektivsten einsetzt und ob es etwas bringt, tausende ungezielt zu verteilen. Diese Frage ist nicht immer so einfach zu beantworten, denn es kommt schon sehr auf die Gegend an, in der man seine Flyer verteilt. Wird dort bereits viel geworben, landen über 90% der Flyer sofort und ungelesen im Altpapier, weitere 9% etwas später und vom verbliebenen einen Prozent weckt vielleicht jeder zehnte Flyer echtes Interesse.

Eine gezieltere Verbreitung von Flyern und Handzetteln ist jedoch durchaus möglich. Flyer lassen sich z. B. wie Visitenkarten sehr gut im persönlichen Gespräch übergeben, am besten mit einer handschriftlichen persönlichen Notiz für den Empfänger (z. B. Telefonnummer, wann erreichbar, Mailadresse, Homepage) und erhalten dadurch einen etwas höheren Wert. Wir können auch mit Ladeninhabern reden, bei denen wir oft einkaufen, ob wir nicht ein paar Flyer oder Handzettel dort auslegen dürfen. Einige Ladeninhaber sind hier auch nicht abgeneigt und wer es hier auch nur etwas geschickt anstellt, kommt bereits mit dem Ladeninhaber ins Gespräch. Vielleicht hat der Ladeninhaber ja auch eigene Handzettel oder ausgelegte Visitenkarten, vielleicht ist ja eine “Empfehlung auf Gegenseitigkeit” möglich?

Eigene Handzettel lassen sich meist sehr gut fotokopieren. Wegen der Auffälligkeit eignet sich farbiges Papier sehr gut und wegen der Kosten die Formate A5 und A6. Bei farbigem Papier genügt auch eine Graustufenkopie. In einem guten Copyshop ist meist auch eine Papierschneidemaschine vorhanden, aber noch wichtiger ist die Tatsache, dass man dort meist auch einen kleinen Stapel der gerade kopierten Handzettel auslegen darf. Sehr sehr wichtig ist natürlich, dass wir den Inhaber oder das Personal vorher fragen. Haben wir den Inhaber vor uns, ist das auch wieder eine gute Gelegenheit, mit ihm ins Gespräch zu kommen über “Sie möchten doch sicher wissen, was ich hier auslege…”.

An dieser Stelle kommen wir zu einem Werbemittel, das im Grunde gar nichts kostet; der Empfehlung. Die Empfehlung ist im Grunde sogar die effektivste aller Werbemethoden. Das Problem ist nur, Menschen dazu zu bekommen, uns, unsere Produkte oder unser Geschäft weiterzuempfehlen. Zufriedenheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen, denn jemand, der mit uns, unserem Produkt, unserem Auftreten nicht zufrieden ist, wird uns sicher nicht weiterempfehlen. Dennoch kommen viele Kunden nicht von allein darauf, etwas weiterzuempfehlen, also sollten wir sie ruhig auch dezent darauf ansprechen. Wichtig ist hier allerdings etwas Fingerspitzengefühl und nicht mit der Tür ins Haus zu fallen. Manche Kunden fragen aber auch schon von sich aus, ob sie etwas davon hätten, wenn sie uns ihren Bekannten weiterempfehlen. Nun, kleine Geschenke (oder mal ein Nachlass) erhalten die Freundschaft, wie es so schön heisst. Aber auch ein kleiner dezenter Handzettel und die Frage “Kennen Sie schon unsere Kunde-wirbt-Kunde Aktion?” ist sehr einfach in der Handhabung.

Etwas unkonventionell ist das sogenannte “Guerilla-Marketing“. Lassen wir einfach mal “versehentlich” hier und da einen Flyer oder eine Visitenkarte an Stellen liegen, an denen viele Menschen zu tun haben. In Wartebereichen (Arzt, Friseur, Amt) lesen wir meist in Zeitschriften, können dort problemlos einen unserer Flyer als “Lesezeichen” hinterlassen oder im Zug in einer ausgelesenen Zeitschrift, die sicher noch andere Fahrgäste lesen werden.

Sicher könnte man noch ganze Bücher mit diesem Thema füllen, aber das würde hier und jetzt den Rahmen sprengen. Mit den vorangegangenen Tipps lässt sich mit Sicherheit schon ein brauchbarer Grundstein legen, auf dem sich sehr gut aufbauen lässt.

© 05.2008 by Norbert Warnke

Abmahnfalle Homepage

Viele im Internet tätige Unternehmer, Onlinehändler oder sogar Betreiber einer privaten Homepage haben bereits die unangenehme Erfahrung machen müssen, aufgrund eines Verstosses kostenpflichtig abgemahnt zu werden, dessen man sich vorher zumeist nicht einmal bewusst war. Eine kleine Auswahl häufiger Abmahnursachen stellen wir hier einfach mal zusammen:

1. Ein Impressum ist Pflicht auf jeder kommerziellen Homepage (hier genügt auch schon ein Werbebanner, über das alle paar Monate mal ein paar Euro verdient werden) und in jedem Onlineshop. Wie das Impressum aufgebaut sein muss, was drin stehen soll, regelt das TMG (Telemediengesetz) unter “Allgemeine Informationspflichten”. Die Impressum-Pflicht gilt auch für im Ausland gehostete Seiten, die für deutsche Zielgruppen bestimmt sind. Nähere Infos hier!

2. Gesundheitsbezogene Werbung für Nahrungsergänzung bzw. allgemein Lebensmittel ist verboten. Hier zählt alles (direkt oder indirekt!), was mit Heilung, Linderung oder Verhütung von Krankheiten zu tun hat. Genaueres steht im LMBG § 18 und gleiche Vorschriften gelten neben NE auch für Kosmetikprodukte. Wirkungen, die den Anschein erwecken könnten, es handelt sich um ein Medikament, dürfen Produkten dieser Gruppen nicht zugeschrieben werden.

3. Progressive Kundenwerbung ist gesetzlich verboten. Wer also Dinge kaufen muss, die er evtl. nicht braucht, nur um dadurch verdienstberechtigt zu sein und weitere Verbraucher wirbt, die es ebenso tun, betreibt u. U. strafbare Werbung im Sinne des § 16 Abs. 2 UWG. Hier gab es schon mehrfach einstweilige Verfügungen ( aktueller Fall ) mit Betriebsverbot für solche Geschäfte, aber auch gegen einzelne Vertriebspartner, die auf selbst erstellten Webseiten mit den falschen Formulierungen geworben hatten. Ein solcher Fall (man sollte sich die Begründung mal durchlesen, ist sehr interessant) kann unter dem folgenden Link nachgelesen werden: Mehr Infos

4. Markennamen darf nur der Inhaber der Marke nutzen. Ebenso dürfen keine Texte oder Bilder ohne ausdrückliche Genehmigung der Berechtigten verwendet werden. Hier greift Marken- und Urheberrecht und das gilt für jede Art der Verwendung, also auch in Keywords oder Google AdWords. Hier zum Markenrecht!

5. Vergleichende Werbung kann sehr problematisch werden. Wer nun sein Produkt bewirbt, indem er ein Produkt eines Mitbewerbers nennt und schlechter dastehen lässt als das eigene, kann grosse Probleme bekommen. Schon die Nennung der Marke des Mitbewerbers kann u. U. ein Verstoss gegen das Markenrecht sein. Besonders im Parfumbereich kann die Nennung von ähnlich duftenden Markenparfums extrem teuer werden, kann schon einige tausend Euro kosten. Hier zum UWG

6. Falsche Versprechungen über Geschäft oder Produkteigenschaften können als “irreführende Werbung” teuer werden. Auch ein UWG-Verstoss (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb).
Weitere Infos hier!

7. Wissenschaftliche Studien, die nicht in Deutschland von hier dazu zugelassenen Institutionen nach deutschem Recht durchgeführt wurden, dürfen in der Produktwerbung nicht verwendet werden. Das gilt z. B. auch für ausländische Bio-Gütezeichen für Produkte, die hier nur dann als Bioprodukte angeboten werden dürfen, wenn sie hierzulande nach hiesigen Kriterien als Bioprodukt klassifiziert worden sind.

8. Sogenannte “Vorher-Nachher”-Abbildungen, wie sie noch vor einigen Jahren in der Werbung für Gewichtsreduktionsprodukte genutzt wurden, dürfen seit einigen Jahren nicht mehr verwendet werden.

9. Wer Webseiten verwendet, die das Partnerunternehmen anbietet, sollte darauf achten, dass dort auch das Unternehmen als inhaltlich verantwortlich im Impressum steht und nicht man selbst als Vertriebspartner, denn Abmahnungen gehen an den inhaltlich Verantwortlichen. Trägt eine personalisierte Seite kein Impressum, man legt aber eine eigene auf sich selbst angemeldete Domain, wird man damit zum inhaltlich Verantwortlichen mit allen Konsequenzen, selbst wenn man gar keinen Einfluss auf die Gestaltung der Seiten hat. Im Zweifelsfall ist auch der Domaininhaber rechtlich verantwortlich, auch wenn Andere die Inhalte erstellt haben.

10. Auch Betreiber von Onlineshops haben eine Reihe von Dingen zu beachten. So ist z. B. einer der häufigsten Gründe für Abmahnungen im Onlinehandel eine falsch deklarierte Frist in der Widerrufsbelehrung oder beim Rückgaberecht in der AGB. Weitere Infos hier!

11. Werbung per eMail oder Telefonanruf bei Empfängern, die mit dem Empfang von Werbemails oder Telefonanrufen nicht ausdrücklich einverstanden sind, kann ebenfalls sehr teuer werden, denn der Empfänger hat auch hier einen durchsetzbaren Unterlassungsanspruch.

Diese Aufstellung zeigt nur eine Auswahl der häufigsten Abmahnursachen auf und erhebt keinesfalls Anspruch auf Vollständigkeit, sollte aber aufzeigen, wie wichtig es ist, sich bereits im Vorfeld möglichst gründlich über die rechtlichen Hintergründe dessen zu informieren, was man künftig zu tun beabsichtigt.

© 2005 Norbert Warnke

Network Marketing ist nicht nur dann die richtige Wahl, wenn man sich unkompliziert und ohne grosse Startinvestitionen mit viel Engagement und langfristig eine Existenz aufbauen möchte.

Auch wer überschaubarere Ziele hat wie z. B. die Finanzierung eines Zweitwagens, der jährlichen Urlaubsreise, der Wochenendhäuschens oder gestiegener Lebenshaltungskosten, der kann im Network Marketing genau diese Ziele erreichen.

Wer “nur” einen kleinen Nebenverdienst anstrebt, muss sich auch nicht ständig im Anzug als Unternehmer präsentieren, sondern tut u. U. nichts anderes, als er sowieso jeden Tag macht, spricht nur mit genau den gleichen Menschen, mit denen er eh spricht, besucht genau die Leute, die er eh besucht und hat so auch kaum erhöhte Kosten zu befürchten.

Hier greift das “Empfehlungsmarketing”. Wir empfehlen und ggf. verkaufen etwas, das auch wir selbst gern nutzen, auch anderen Menschen und verdienen dabei etwas mit.
 
Wie geht das?

Nun, zuallererst müssen wir uns für eine Produktlinie entscheiden, die uns persönlich gefällt. Wir testen einige Produkte, die wir eh benötigen und wenn wir zufrieden mit dem Produkt sind, empfehlen wir sie auch Anderen. Das ist schon fast alles. Haben wir uns z. B. für Parfum oder Pflegeprodukte entschieden, stellen wir sie ins eigene Badezimmer, wo sie auch von Besuchern gesehen werden, die vielleicht danach fragen. Man empfiehlt ganz normal (wie ein gekauftes Produkt aus dem Supermarkt) weiter, verschenkt hier und da was zum Geburtstag, Weihnachten…, redet nur mit den Menschen, mit denen man auch sonst redet und das nicht einmal über’s Geschäft, sondern gelegentlich mal über das eine oder andere Produkt. Was passiert? Es baut sich langsam ein kleiner Kundenkreis auf.

Bei Parfum ist es noch einfacher, denn man trägt es auch auf der Arbeit, wo man von Kolleg/innen darauf angesprochen wird, dass man immer so gut duftet, dann “besorgt man einfach mal was für die Kollegin mit”, die ja auch noch Freunde und Bekannte hat… OK, reich werden und grosse Geschäfte aufbauen kann man so nicht, schon gar nicht schnell, aber sich in ein paar Monaten oder einem Jahr eine solide Grundlage schaffen, hat in der Zeit vielleicht auch schon ein eigenes kleines Team aufgebaut und kann dann damit beginnen, es zu vergrössern und vielleicht etwas intensiver daran arbeiten, was sich vom Zeitaufwand in Grenzen hält.

Sehr wichtig ist nur, niemand etwas aufzuschwatzen. Wir haben Zeit und stehen nicht unter Erfolgszwang!

© 2006 by Norbert Warnke

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